Theo Pauls (1890 – 1948)

Theater-Schumacher / Das Relief zeigt Anna Pawlova in “Der sterbende Schwan”

Im August 1919 suchte die weltberühmte Primaballerina Anna Pawlowa, die damals an der Kölner Oper gastierte, händeringend einen Schumacher, der ihre gerade zerbrochenen Spitzenschuhe kurzfristig reparieren konnte.

In Theo Pauls, der seine Werkstatt direkt neben der Oper hatte, fand sie einen Helfer in der Not. Er reparierte ihre Spitzenschuhe und kreierte darüber hinaus ein eigenes Modell, das er „Pawlowa“ nannte. Anna Pawlowa blieb bis zum Ende ihrer Karriere seine Kundin.

Bis 1968 führte Tochter Tinni Engeln-Bruns das florierende Geschäft des Theaterschuhmachers weiter. Nach dem Krieg erfolgte ein Umzug in die Streitzeuggasse und das Sortiment wurde erweitert. Noch heute gibt es dort auf der ersten Etage eine Werkstatt in der die Schuhmacher und Näherinnen Pauls Ballettschuhe in Handarbeit anfertigen. Ein Schuh der an Bequemlichkeit und Qualität einzigartig ist.

Anna Pawlowna Pawlowa

Anna Pawlowa, (* 31. Januar / 12. Februar 1881 in Sankt Petersburg; † 23. Januar 1931 in Den Haag) war eine russische Meistertänzerin des klassischen Balletts.

Leben

Anna Pawlowa besuchte die Petersburger Theaterfachschule, wo sie unter anderem eine Schülerin von Jekaterina Wasem war. Ab 1899 gehörte sie zum Ensemble des dortigen Mariinski-Theaters. Sie tanzte Hauptrollen in Der Nussknacker, Raimonda, Giselle, La Bayadère, Paquita, La Fille du Pharaon, Harlequinade u. a. Unter Michel Fokine tanzte sie größere Partien, u. a. in Les Sylphides und Ägyptische Nächte. 1907 inszenierte Fokine für sie das bekannte Solo Der sterbende Schwan.

Gastauftritte ab 1908 in ganz Europa machten Pawlowa international bekannt. Als Sergej Djagilew 1909 Les Ballets Russes in Paris gründete, übernahmen Vaslav Nijinsky und Anna Pawlowa die führenden Rollen. Die Ballets Russes wurden zu einer der berühmtesten und erfolgreichsten Ballettkompanien ihrer Zeit.

Ab 1910 wohnte Anna Pawlowa dauerhaft in London. Bei ihren folgenden Tourneen begleiteten sie die Berliner Gesellschaftsfotografin Frieda Riess und der Zeichner Ernst Oppler. Sie war in den Zwanziger Jahren mit dem Bildhauer Hugo Lederer in Berlin befreundet und schuf in seinem Atelier und unter seiner Leitung zwei kleine, ganzfigurige Selbstporträts, die als Porzellanfiguren im Victoria and Albert Museum in London erhalten sind (Museum Nr. S 296-1978 und Nr. S 105-1994). Am 23. Januar 1931 starb sie während ihrer Abschiedstournee im Alter von 49 Jahren an einer Lungenentzündung in einem Zimmer des Hôtel des Indes in Den Haag. Die Urne mit ihrer Asche wurde im Golders Green Crematorium im Londoner Stadtteil Hampstead beigesetzt.

 

Quelle Text: https://paulsballett-shop.de/Ueber-uns-1

Abgerufen am 13.02.2022

Seite „Anna Pawlowna Pawlowa“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 19. Januar 2022, 12:30 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Anna_Pawlowna_Pawlowa&oldid=219334473 (Abgerufen: 13. Februar 2022, 19:01 UTC)

 

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