Peter Josef Ziesel (1843 – 1898)

Architekt und Bauunternehmer in Köln

Peter Josef Ziesel war Architekt und Bauunternehmer in Köln „Maltitz & Ziesel“ und war verheiratet mit Anna Ziesel (1850 – 1917). Nach seinem Tod am 6. Juli 1898 gründeten die beiden Söhne von Peter Josef Ziesel, Philipp und Leo Ziesel ein eigenes Architekturbüro. Die Gesellschaft „Ph. & L. Ziesel“ hat am gleichen Tag, am 6. Juli 1898 begonnen und wurde am 1. August 1898 beim Amtsgericht Köln in das Gesellschaftsregister eingetragen. Um die Jahrhundertwende wurde Camillo Friedrich Prokurist in dem Architekturbüro und ab 1905 gleichberechtigter Partner. Ab Ende 1905 firmierte das Büro dann unter „Ziesel & Friedrich“, mit der Büroadresse Friesenplatz 13.

Am 19. August 1905 geben Leo und Martha Ziesel (geb. Holtz) ihre Vermählung bekannt.

Im Jahr 1909 wurde nach Plänen von Leo Ziesel mit dem Bau einer Villenkolonie in Rüngsdorf am Rhein, bei Godesberg begonnen. Das 140.000 m² große Grundstück in einer der schönst gelegenen Rheinlagen gehörte der Familie van Gülpen aus Emmerich und bot den luxuriösen Villen den passenden Rahmen.

Offensichtlich wurde das Büro nach dem frühen Tod von Philipp Ziesel im Jahr 1912 von Leo Ziesel und Camillo Friedrich weitergeführt. Die Architekten planten nicht nur luxuriöse Villen in Marienburg, Lindenthal, Braunsfeld usw., sie planten auch das Grabmal der Familie Clouth auf dem Melaten Friedhof, Leo Ziesel war mit Max Clouth befreundet. 1914 entstand auf der Werkbund-Ausstellung auf dem Messegelände Deutz eine „Eigenheim Kolonie“, späten folgten dann auch „normale“ Wohnhäuser und Siedlungshäuser für die GAG in Höhenberg.

Nach dem Tod von Leo Ziesel im Jahr 1924 folgten meist in Verbindung mit anderen Architekturbüros wie z.B. „Klotz & Fieth“ größere Projekte. Darunter in Deutz eine Großbäckerei und Großmetzgerei der Köln Industriekonsum GmbH und umfangreiche Siedlungsbauten der GAG in Humboldt und Gremberg.

1936/37 werden noch Um- und Neubauten in Lindenthal und Sülz erwähnt, danach verlieren sich die Spuren des Architekturbüros „Ph. & L. Ziesel“.

Die Grabstätte ist heute in Patenschaft, die Namen sind leider nicht bekannt. Die ursprünglichen Grabplatten befinden sich aber auf der Rückseite der Grabstätte.

Eigene Recherche © Wolfgang Kranz

 

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